Rezension: Cobra von Deon Meyer

cobra deon meyer

Jetzt kommt mit Cobra von Deon Meyer auch endlich mal eine Rezension zu einem Thriller:

Ein Setting, das viel Spannung verspricht: Kommissar Griessel und sein Team werden gerufen als einige Bodyguards auf einem Weingut erschossen aufgefunden werden und ein englischer Professor, den die Bodyguards hätten schützen sollen, spurlos verschwunden scheint. Schnell wird klar, dass dahinter die „Cobra“ steht, wer oder was die jedoch ist, gilt es herauszufinden. Daneben gibt es die Parallelhandlung, die sich um Tyrone, einen jungen Taschendieb, dreht. Dieser gerät aus einem unglücklichen Zufall ebenfalls mitten in die Geschichte rein. Tyrone ermittelt zwar nicht mit Griessel zusammen, er versucht es jedoch mit der Cobra aufzunehmen und riskiert dabei das Leben von sich und seiner Schwester.

Schön war die Zusammensetzung des recht bunten Ermittlerteams, das wohl auch die Vielfalt Südafrikas widerspiegeln sollte. Griessel hat, wie anscheinend jeder Ermittler, ein recht schwieriges Privatleben, auch wenn er auf den ersten Blick doch mit seiner Frau, einer berühmten Sängerin, recht glücklich sein sollte – wäre da nicht sein Alkoholproblem. Den inneren Kampf Griessels fand ich sehr gut dargestellt, ich habe an einem Punkt richtig gezittert, ob er seinem Verlangen nach Alkohol nachgibt oder nicht. Viele der anderen Ermittler, und von denen gibt es doch recht viele, fand ich sehr interessant entworfen. Schwierigkeiten hatte ich jedoch mit den Namen der unterschiedlichen Personen, da diese manchmal mit Vor-, manchmal mit Nachnamen und dann zwischendurch auch noch mit Spitznamen genannt wurden. Das hat meinen Durchblick doch manches Mal etwas gemindert, ich hätte mir daher gewünscht, dass es neben dem kleinen Glossar für fremdsprachige Wörter auch ein Personenregister mit den jeweiligen Namen und Amtsbezeichnungen am Ende des Buches gibt.

Am besten hat mir die Handlung rund um den Taschendieb Tyrone gefallen. Ich konnte seine Beweggründe sehr gut nachvollziehen, auch wenn er sich riskant verhalten hat und sich dadurch zuweilen fast blauäugig in höchstgefährliche Situationen gebracht hat. Insgesamt war er aber einfach richtig sympathisch und ich habe daher mich immer gefreut, wenn sich die Handlung um ihn drehte.

An sich hat der Thriller alles, was einen guten Thriller ausmacht: Interessante Ermittler, die einen komplizierter Fall lösen müssen und dazu noch eine Parallelhandlung, die ebenso interessant ist. Leider hat mich der Thriller aber trotzdem nicht so richtig gepackt, auch wenn ich nicht benennen kann, woran dies im Endeffekt lag. Zum Ende hin steigerte sich das Buch; besonders durch die plötzlichen Perspektivenwechsel von Griessel bzw. der anderen Ermittler zu Tyrone und wieder zurück kam dann doch mehr Spannung auf und ich konnte mitfiebern. Während mir das Ende der Handlung um Tyrone ausgesprochen gut gefiel, war ich mit dem Ende der Ermittlungen nicht ganz zufrieden. Zu unklar war mir, wer genau hinter dem Ganzen steht, da hatte ich auf einen richtigen „Aha-Effekt“ gewartet, der leider nicht kam.  Trotzdem vergebe ich starstarstarstar

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