Was Erwartungen alles auslösen können – Ein Mann namens Ove und Endgame

Ja, die lieben Erwartungen, da liest man im Vorfeld schon so viel über ein Buch, dass man überzeugt ist „das tollste Buch überhaupt“  vor sich zu haben und am Ende ist man einfach nur ernüchtert. Es war dann doch nicht so lustig, spannend oder überhaupt ganz anders als man gedacht hatte. Ich habe in der letzten Zeit zwei Bücher gelesen, zu denen ich ganz unterschiedliche Erwartungen hatte, die sich auf unterschiedliche Weisen nicht erfüllt haben.

ein mann namens oveZunächst ein Beispiel für überzogene Erwartungen an ein Buch, die sich für mich einfach nicht erfüllt haben. Es geht um Ein Mann namens Ove von Fredrik Backman. Ich hatte vorher einiges über das Buch gelesen und die Bewertungen schienen einfach toll. Das Konzept klang auch interessant: ein griesgrämiger, penibler Rentner, dessen Leben sich ziemlich ändert als neben ihm neue Nachbarn einziehen. Leider konnte mich das Buch nicht packen, alles lief so wie ich es mir im Vorfeld bereits vorgestellt hatte. Der Kontrollwahn Oves ist teilweise ganz amüsant, an anderen Stellen leider völlig übertrieben dargestellt. Dazu passt auch nicht die recht schnelle Wandlung, die Ove durchläuft. Das Ende hat mich dann auch nicht mehr vom Hocker reißen können, sowas in der Art hatte ich mich schon gedacht. Es ist sicherlich kein schlechtes Buch, aber halt auch nicht überragend. Tja, vielleicht wäre mein Urteil ohne die Erwartungen anders ausgefallen… jetzt aber nur:starstarstar

 

endgameGanz anders ging es mir mit Endgame – Die Auserwählten von James Frey. Für das Buch wurde sehr viel geworben, bei mir kam das allerdings nie so richtig an. Dystopien sind nichts für mich, ich fand das Konzept immer seltsam und einfach nicht interessant genug, dass ich dazu ein Buch lesen müsste. Letzte Woche lag es dann aber in der Bestseller-Abteilung meiner Stadtbibliothek und aus einer spontanen Laune heraus habe ich es mitgenommen. Viel versprochen hatte ich mir nicht davon, aber mal mitnehmen und reinschauen kann ja nicht schaden, so dachte ich. Vor 2 Tagen wollte ich abends mal ganz kurz reinschauen und plötzlich war ich mitten drin und wollte nicht mehr aufhören!

12 Spieler, die das Endgame bestehen müssen, um sich und ihrem Geschlecht das Überleben zu sichern.Besonders spannend fand ich, dass die Perspektiven im Laufe des Buchs immer wieder wechselten und der Leser jeden der Spieler genauer kennenlernen konnte, auch wenn manche Spieler bedeutend öfter auftraten. Es geht für ein Teenager-Buch doch recht brutal zu, das muss man wohl abkönnen, vielleicht ist das aber auch normal für das Genre. Mir scheint, dass alle anderen sehr hohe Erwartungen hatte, nur ich nicht und mir das ziemlich zugute kam 😉  Mich hat das Buch daher wirklich positiv überrascht, sodass ich das Buch dann heute auch schon beendet habe. Übrigens war das erst der 1. Teil einer Trilogie, jetzt ist wohl erstmal warten auf den 2.Teil angesagt…
starstarstarstar
 

 

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