Rezension: Grimmbart von Volker Klüpfel und Michael Kobr

Rezension

GrimmbartUnd jetzt kommt auch mal ein Beispiel für ein Buch, bei dem meine Erwartungen vollkommen erfüllt wurden – die Rede ist von Grimmbart von Volker Klüpfl & Michael Kobr. Ich bin schon seit Langem Fan von Kluftinger, dem eigenwilligen Ermittler aus dem Allgäu.  Er ist immer etwas altmodisch, tritt gerne in sämtliche Fettnäpfchen und hat seine ganz eigenen Ermittlungsmethoden. Grimmbart ist mittlerweile schon der 8. Fall für Kluftinger, daher kennt man als Leser das Umfeld, sowohl seine Kollegen als auch seine Familie und Freunde, bereits ganz gut. Insbesondere seine Familie stellt ihn immer wieder vor neue Herausforderungen, diesmal heiratet sein Sohn endlich seine langjährige, japanische Freundin und auch die künftigen Schwiegereltern haben sich zur Hochzeit angekündigt. Da dürfen sich die Leser auf einige sehr unterhaltsame Szenen freuen 😉 

Kluftingers neuer Fall führt ihn ins Schloss in Bad Grönenbach, wo ihn allerlei Merkwürdiges erwartet: Die Frau des Barons wurde nicht nur ermordet, sondern auch noch wie auf einem uralten Familienporträt hergerichtet. Auf dem Gemälde ist ein Mann mit seltsam gelben Augen zu sehen. Und der Baron verschwindet immer wieder im schlosseigenen Märchenwald. Auch privat geht es bei Kluftinger märchenhaft zu: Sein Sohn heiratet, und zur Feier haben sich die Schwiegereltern aus Japan angesagt. Zum Glück lässt Kluftingers Intimfeind Langhammer nicht lange auf sich warten, um dem Kommissar bei dieser kulturellen Herausforderung zu helfen.

©Droemer-Knaur

Mich hat Grimmbart bei einer recht langen Bahnfahrt sehr gut unterhalten –  ein spannender Fall kombiniert mit jede Menge Humor, da war ich vollkommen zufrieden. Ich habe als Leser genau das bekommen, was ich mir vorgestellt habe 🙂

Das Einzige, was ich diesmal vermisst habe, ist, dass dem Leser etwas Spielraum zum Miträtseln gegeben wird. Ich konnte zwar den Fall ganz gut verfolgen, aber selber miträtseln war diesmal leider nicht so gut möglich, dabei liebe ich doch Krimis, bei denen es einen kleinen Kreis von Verdächtigen gibt und man sich selbst alle möglichen Theorien zurechtlegen kann. Aber das konnte ich im Endeffekt ganz gut verschmerzen, vielleicht dann beim nächsten Mal wieder. Ich habe ja ein wenig die Hoffnung, dass Kluftinger im nächsten Band möglicherweise in Japan ermittelt wird? Schließlich steht die Hochzeit nach japanischer Tradition noch aus…

Meine Bewertung:starstarstarstar

Übrigens bin ich zufällig im Internet darauf gestoßen, dass es mittlerweile Kluftinger-Führungen in mehreren Städten im Allgäu gibt 😀 So z.B. in Kempten oder auch in Altusried. Wenn ich nicht so weit weg vom schönen Allgäu wohnen würde, würde ich definitiv mal an so einer Führung teilnehmen!

stechpalme 2

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