Kurzeindruck: „Tage wie Salz und Zucker“ und „Es war einmal ein Mord“

Kurzeindruck

tage wie salz und zuckerTage wie Salz und Zucker von Shari Shattuck wurde mir von einer Bibliothekarin wärmstens empfohlen und bei der Vehemenz konnte ich kaum nein sagen 😉

Ellen Homes liebt es, ihre Mitmenschen zu beobachten – sie selbst aber möchte nicht gesehen werden. Sie versteckt sich hinter zu vielen Kilos und ihr Gesicht hinter langen Haaren. Nachts putzt sie in einem Riesensupermarkt. Eines Tages trifft Ellen im Bus eine junge Frau: Temerity ist blind, sprüht vor Lebensfreude, hat keinerlei Berührungsängste. Sie ist der erste Mensch seit langem, der Ellen «sieht». Die folgt ihr fasziniert und rettet sie prompt vor zwei Handtaschendieben. Fortan ist nichts mehr, wie es war. Temerity lockt Ellen gnadenlos aus der Reserve. Zusammen fangen die beiden ungleichen Freundinnen an, sich einzumischen – immer da, wo jemand sich nicht wehren kann oder wo Unrecht geschieht. Sehr schnell wirbeln sie jede Menge Staub auf …

©Rowohlt 

Ich wurde nicht enttäuscht, das Buch ist einfach schön! Zwar ist die Geschichte leicht, aber keineswegs zu seicht oder kitschig. Einiges konnte ich vorausahnen, vieles aber dann doch nicht, sodass ich nie das Gefühl hatte, nur einen Abklatsch von einem anderen Buch über ein „hässliches Entlein“ zu lesen. Die beiden Protagonistinnen, Ellen und Temerity, sind wirklich liebenswert und was die beiden im Laufe des Buches alles schaffen ist toll. Ein unterhaltsames Buch über Freundschaft und Courage.

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stechpalme 2

 

Es war einmal ein mord

Es war einmal ein Mord von P.J. Brackston hingegen hat mich weniger überzeugt. Ich hatte das Buch eher zufällig mitgenommen, da ich dachte, dass die Verbindung von Krimi und Mord doch recht interessant sein könnte.

Gesternstadt, Bayern, 1776. Katzendame Floribunda, heiß geliebt von ihrer Besitzerin Frau Habsburg, ist verschwunden. In ihrer Verzweiflung engagiert Frau Habsburg eine Detektivin. Ihr Name: Gretel. Ja – DIE Gretel. Da Gretel nicht nur gegen ihr Übergewicht, sondern auch gegen ständige Geldnot kämpfen und ihren alkoholkranken Bruder Hänsel versorgen muss, nimmt sie den Auftrag an, obwohl sie Katzen hasst. Doch bei ihren Ermittlungen stößt sie bald auf eine großangelegte Verschwörung – und eine erste Leiche.

©Bastei Lübbe

Aus der an sich netten Idee kam für mich nichts Halbes und nichts Ganzes raus. Die Ansätze sind gut, aber die Mischung war teilweise abstrus. Wie es im 18. Jahrhundert nun einmal so war, bewegt man sich mit Kutschen/Pferdekarren fort, wie dann allerdings ein Waxing-Studio darein passt ist mir völlig schleierhaft.

Einige magische Wesen, wie z.B. ein Troll, sind auch zu finden, zudem wird immer wieder auf bekannte Märchen zurückgegriffen- auch wieder an sich eine gute Idee. Das Endergebnis allerdings leider überhaupt nicht. Übrigens hat es meine Vorstellung von Hänsel und Gretel dann doch ziemlich zerstört, dass Hänsel nun als fetter, saufender Nichtsnutz dargestellt wird und auch Gretel konnte nicht gerade mit Sympathie bei mir punkten. Nervig fand ich, dass im Buch dauernd von „Gretel – ja, die Gretel“ gesprochen wurde. Als Gag ist das mal ganz nett, muss aber trotzdem nicht andauernd sein.

Meine Bewertung2 starstar

stechpalme 2

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