Rezension: Aufstieg und Fall großer Mächte von Tom Rachman

Rezension

aufstieg_und_fall_grosser_maechte-9783423280358Ich habe kurz überlegt, ob ich überhaupt eine Rezension zu Aufstieg und Fall großer Mächte von Tom Rachman schreiben soll, zum Einen da es schon so viele Rezensionen zu dem Buch gibt und zum Anderen, da ich nicht weiß, ob ich dem Buch überhaupt gerecht werden kann. Aber nun habe ich mich doch dafür entschieden, da ich das Buch einfach nicht unkommentiert lassen wollte.

Ich denke man merkt es schon ein wenig: ich war schwer begeistert von dem Buch! Der Einstieg fiel mir nicht allzu leicht, als Leser wird man ziemlich in die Geschichte reingeschmissen. Je nach Kapitel findet sich der Leser in einem anderen Jahr wieder. So lernt man die Protagonistin, Tooly, als Kind, als junge Erwachsene und als Mittdreißigerin kennen. Tooly wird als kleines Kind von ihrem Vater „entführt“ und lebt mit ihm ein recht abwechslungsreiches Leben in den unterschiedlichsten Ländern. Warum er dies gemacht hat und wer eigentlich Toolys Mutter ist, erfährt der Leser erst gegen Ende des Buches, daher möchte ich hier niemandem die Spannung nehmen 😉 Später wird Tooly erneut entführt und wächst als Teenager bei einem griesgrämigen Russen, Humphrey, auf, zudem spielen Venn, ein älterer Freund, und Sarah, eine weitere ältere Freundin, immer wieder eine Rolle in Toolys Leben.

 Aufstieg und Fall großer Mächte geht Tooly der Frage nach, warum sie auf diese Weise aufwuchs und wer von den Personen, welche Rolle genau spielte. Jede der Personen trägt ein, oder auch mehrere, Geheimnisse mit sich herum und zu Beginn erscheint vieles doch sehr verworren. Tooly scheint ständig auf der Durchreise zu sein, sowohl als Heranwachsende als auch in der Gegenwart während ihrer Suche. So besucht sie nacheinander ehemalige Freunde und Bekannte und allmählich setzt sich das Puzzle zusammen.

Ich hatte während des Lesen recht viel Mitleid mit Tooly. Ich habe mich bisweilen gefragt, wie ein Kind so überhaupt zu einem halbwegs normalen Menschen heranwachsen kann, auch wenn Tooly durchaus einige Eigenheiten hat, die immer wieder zutage treten. Trotzdem ist diese Reise durch die Zeit und Geschichte einfach spannend und interessant. Zwar werden die geschichtlichen Gegebenheiten doch weniger thematisiert als ich zunächst nach Lesen der Klappentext und einiger Rezensionen dachte, aber das empfand ich nicht als nachteilig. Vieles scheint zu Beginn sehr undurchschaubar, aber am Ende macht alles auf seine ganze eigene Weise Sinn – ganz tolle Konzeption!

Ich habe dieses nicht immer ganz leichte Buch wirklich genossen und es ist sicherlich eines der besten Bücher, die ich bisher im Jahr 2014 gelesen habe.

Meine Bewertung2 starstarstarstarstar

stechpalme 2

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Ein Gedanke zu “Rezension: Aufstieg und Fall großer Mächte von Tom Rachman

  1. […] Aufstieg und Fall großer Mächte von Tom Rachman wird mir sicherlich noch länger im Gedächtnis bleiben. Nach dem etwas holprigen Einstieg war ich plötzlich völlig versunken in der Geschichte rund um die Protagonistin Tooly und ihrem Versuch, zu verstehen, was in ihrer Kindheit wirklich passiert wird und wer ihre wichtigsten Bezugspersonen in Wahrheit sind. Warum wurde sie als Kind entführt und warum wuchs sie später doch wieder bei ganz anderen Personen auf? Zur Aufklärung reist sie halb um die Welt, um endlich Antworten zu erlangen. […]

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