Verlagsvorschau Frühjahr 2015: Dumont

vorschau

Weiter geht es heute bei den Vorschauen mit dem Dumont-Verlag, den ich lange Zeit eher nur als Verlag für Reiseführer und Ähnliches auf dem Schirm hatte. Da hab ich mich wohl ein wenig geirrt, in der Vorschau für den Frühling 2015 habe ich jedenfalls viele neue, interessante Bücher entdecken können.

 

goldfischDer Tag, an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel von Bradley Somer: Der Titel und auch das Buchcover lassen schon erahnen, dass es sich hier um kein ganz so gewöhnliches Buch handelt. Meine Aufmerksamkeit hat es jedenfalls erlangen können 🙂

Goldfisch Ian fällt. Aus dem 27. Stock. Auf seinem Weg nach unten fliegen die Fenster des Wohnhauses in rasender Geschwindigkeit an ihm vorbei – und mit ihnen die Geschichten der Menschen, die dahinter wohnen.
Während Ian immer schneller auf den Bürgersteig zurast, fiebern wir nicht nur mit ihm mit, sondern erhaschen durch seine Augen einen Blick auf die Schicksale dieser Menschen. Ein Leben wird dabei beginnen, eines enden, und am Schluss begreifen wir, dass das Glas, das uns vom Rest der Welt trennt, zerbrechlicher ist, als wir glauben. Dann wird auch klar, warum Ian eigentlich fällt – und was passiert, wenn er landet.
In ›Der Tag, an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel‹ geht es buchstäblich
um Leben und Tod. Bradley Somer klappt das Haus in der Roxy Street auf wie eine Puppenstube und erweckt die Figuren darin auf wunderbar liebevolle, spielerische und humorvolle Weise zum Leben. Ein Buch, so glanzvoll und schillernd wie ein Goldfisch – oder wie das Leben selbst.

©Dumont

stechpalme 2

 

das labyrinthSpannend geht es weiter mit Das Labyrinth von Sigge Eklund, auch wenn mich die zusätzliche Beschreibung „Das schwedische Gone Girl“ wohl eher abschrecken sollte – davon war ich nämlich absolut kein Fan! Aber die Inhaltsangabe von Das Labyrinth hat mich dann doch sehr neugierig gemacht und ich hoffe, dass sich die Parallelen zu Gone Girl nur darauf erstrecken, dass der Leser nie weiß, ob er den Stimmen der Protagonisten trauen kann oder nicht.

Martin und Åsa Horn sind so sehr mit sich selbst beschäftigt, dass für ihre elfjährige Tochter Magda kaum Aufmerksamkeit übrig bleibt. Als Magda plötzlich vermisst wird und der Verdacht die Eltern trifft, begeben sie sich auf eine nervenaufreibende Spurensuche – ebenso wie Tom, Martins loyaler Kollege, und die Schulkrankenschwester Katja, die vor Magdas Verschwinden Narben und blaue Flecken am Körper des Mädchens entdeckt hatte. Vier unzuverlässige Erzählerstimmen entführen den Leser in ein Labyrinth aus Schuldbekenntnissen und Indizien. Immer neue Irrwege tun sich auf, bis am Schluss eine überraschende Entdeckung wartet …

©Dumont

stechpalme 2

kluge gefühleSachbücher lese ich nur sehr selten, zu selten eigentlich. Irgendwie reizen die mich allerdings auch nur selten oder ich habe nach den ganzen Büchern für die Uni nicht auch noch Lust, „schlaue“ Bücher in meiner Freizeit zu lesen.  Nichtsdestotrotz hat mich Kluge Gefühle – Warum Angst, Wut und Liebe rationaler sind, als wir denken von Eyal Winter direkt angesprochen. 

Ich bin an sich ein recht rationaler Mensch, trotzdem vertraue ich häufig auf meine Gefühle, allein schon aus dem Grund, da ich mir sicher bin, dass ich diese nicht ohne Grund verspüre. Daher liegt das Lesen dieses Buchs sehr nahe, ich bin gespannt, wie diese Thematik im Buch rübergebracht wird, insbesondere da ich auch an der Uni einige Psychologie-Vorlesungen hatte. Meine Gefühle lassen mich übrigens nur sehr selten im Stich, mal sehen, ob das auch bei diesem Buch zutrifft…

Warum wurden Bill Gates und Mark Zuckerberg aus Havard herausgeworfen?
Warum pflegen wir die Illusion von Romantik? Warum lieben wir Menschen, vor denen wir uns fürchten? Warum machen Menschen Kunst? Eyal Winter zeigt anhand dieser und anderer Fragen, dass sich selbst hinter vermeintlich irrationalen Gefühlen wie Liebe und Hass vernünftige Überlebensstrategien verbergen. Dabei rehabilitiert der Humboldt-Preisträger auch negative Gefühle wie Neid und Angst.

Daniel Kahneman und Dan Ariely haben viel über die Mängel des menschlichen Gehirns bei der Entscheidungsfindung geschrieben. Winter zeigt nun, dass uns Intuitionen und Leidenschaften überwiegend in die richtige Richtung führen. Der renommierte Professor für Ökonomie und Leiter des Zentrums für Rationalität an der Hebräischen Universität von Jerusalem erklärt mit Erkenntnissen aus Evolution, Neurologie und Spieltheorie und anhand von zahlreichen Fallgeschichten, warum Gefühle uns meist schnell und zuverlässig das Richtige tun lassen.

©Dumont

stechpalme 2

 

cropped-lebkuchenmc3a4nnchen.jpgWer jetzt auch mal stöber möchte, findet hier die Vorschau vom Dumont-Verlag. 

 

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