Rezension: Passagier 23 von Sebastian Fitzek

Socken grün

Bei Passagier 23 von Sebastian Fitzek kommt es mir mal wieder vor, als habe es schon jeder gelesen und ich sei die gefühlt Letzte 😀  Übrigens  ist es auch auch eines der Bücher, die in meinem supertollen Buchpaket von Lovelybooks dabei waren.

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passagier 23Ich möchte zum Inhalt gar nicht so viel sagen, die meisten werden wohl mittlerweile mitbekommen haben, dass sich die Handlung auf einem riesigen Kreuzfahrtschiff abspielt, auf dem wo totgeglaubtes kleines Mädchen plötzlich wieder auftaucht. Aus diesem Grund wird ein Ermittler, Martin Schwartz, auf das Schiff geholt, um diese mysteriöse Angelegenheit aufzuklären.

Vielmehr möchte ich auf meinen Eindruck des Buchs eingehen. Das erste Wort, das mir in Bezug auf Passagier 23 einfällt, ist „abstrus“. Eigentlich war alles abstrus,  die Handlungen, Zufälle, Personen… alles war so dermaßen an den Haaren herbeigezogen, dass ich bald das Gefühl hatte, eine Art Slapstick-Komödie in Buchform vor mir zu haben. Die meisten Kapitel – je nach Kapitel stand ein anderer Protagonist im Vordergrund – liefen nach dem gleichen Schema ab: Der jeweilige Protagonist ist einem „Geheimnis“ auf der Spur und aufgrund merkwürdiger Zufälle (er findet plötzlich einen Hinweis oder hat auch mal spontane, aus dem Nichts kommende Geistesblitze) kommt er dem Ganzen näher. Doch leider, leider widerfährt ihm ausgerechnet in diesem Moment etwas Schlimmes: wahlweise wird er von der Reling gestoßen, erschossen, von einer Schmerzattacke herbeigesucht,…

Der Ermittler ist auch ein ganz harter Hund. Ihm ist nichts zu unangenehm und treibt sich auch  in russischen Gefängnissen oder ähnlichen Orten rum. Dabei reißt er sich dann auch mal einen Zahn mit einer gewöhnlichen Zange raus, nur um jemandem anders ähnlicher zu sehen – fällt ja bestimmt gar nicht auf, wenn der ganze Mund blutig ist, oder?  Er kriegt im Laufe des Buches dauernd einen drauf und müsste daher schon 3x tot sein, aber nein, er steht immer wieder auf, unser Stehaufmännlein.

Dazu ist die Storyline doch eher dünn, auch wenn ich die Grundidee eigentlich ganz interessant fand und auch die verschiedenen Protagonisten, aus deren Perspektiven der Leser die Handlung verfolgt, mochte ich. Leider versucht Sebastian Fitzek in einem einzigen Buch zu viele Thriller-Ideen gleichzeitig zu verwursteln. Schade, denn in der Lesung per Livestream von Lovelybooks kam Sebastian Fitzek wirklich sympathisch rüber.

Ich bin ja sowieso kein riesiger Fan von Thrillern, wo zu sehr auf nach Aufmerksamkeit heischende Effekt gesetzt wird und meine bevorzugte Subtilität war in Passagier 23 nun wirklich nicht zu finden. Trotz der an den Haaren herbeigezogen Storyline wollte ich allerdings immer wissen, wie es weitergeht, somit habe ich mich wenigstens nicht gelangweilt 🙂

Meine Bewertung2 starstar

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5 Gedanken zu “Rezension: Passagier 23 von Sebastian Fitzek

  1. Die Rezension kam aber schnell!
    Schade, dass der Titel wohl nicht so gut ankam. Ich hatte ein positiveres Feedback erwartet/erhofft, um mich dazu zu bewegen, „Passagier 23“ zu lesen. Hatte vor einigen Tagen ein langes Telefonat, in dem es eben auch um diesen Titel geht. Da ich das Buch noch nicht besitze, wird der Kauf von „Passagier 23“ zunächst noch einmal auf Eis gelegt.

    Liebe Grüße vom buchundmedienblog
    Oliver Steinhäuser

    Gefällt mir

    • Hi,
      ich habe das Buch recht zügig gelesen und dann direkt meine Eindrücke aufgeschrieben bevor die Erinnerung schon wieder nachlässt 😀
      Ich möchte auch nicht von dem Buch abraten, andere mögen das Buch vielleicht auch ganz toll finden – ich leider nicht…

      Liebe Grüße
      Anna

      Gefällt 1 Person

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