Rezension: Welt in Flammen von Benjamin Monferat

Rezension

U1_978-3-8052-5069-6.inddManchmal brauche ich nach Beendigung eines Buches erst ein wenig Zeit, um mir Gedanken zu machen bevor ich dann zu einem Schluss komme. Bei Welt in Flammen von Benjamin Monferat ist das jedoch definitiv nicht der Fall! Ich bin immer noch begeistert von dem Buch und habe gestern noch bis spät in die Nacht gelesen, da ich nicht mehr aufhören konnte.

Die Handlung spielt im Orient Express, der sich auf seiner letzten Reise von Paris nach Istanbul im Jahr 1940 befindet bevor der aufziehende Krieg die Bahnstrecke endgültig zusammenbrechen lässt. Die Reisegesellschaft an Bord setzt sich aus unterschiedlichsten Personen zusammen, jedoch haben alle gemeinsam, dass sie diese letzte Fahrt unbedingt antreten mussten. Einige befinden sich auf der Flucht, andere wiederum streben selbst nach Macht. Nicht zu vergessen sind auch die Agenten der Geheimdienste, die ebenfalls eine Mission auf dieser Reise zu erfüllen haben.

Das Buch ist in mehrere Teile und diese erneut in Kapitel unterteilt. Die eigentlichen Kapitel sind recht kurz, sehr gefallen hat mir, dass zu Beginn jedes Kapitels genaue Ort- und Zeitangaben zu finden sind. Je nach Kapitel steht eine andere Person der Reisegesellschaft im Vordergrund, sodass mir das Buch sehr dynamisch vorkam. Zwischendurch gab es noch kleinere Einschübe, die die Handlung an anderen Orten beschrieb, diese waren aber immer kurz und knackig verfasst und gaben wertvolle Hintergrundinformationen.

welt in flammen karte

Natürlich hat man als Leser bei einer so großen Anzahl an Personen immer seine bestimmten Lieblinge (ich mochte z.B. die Kapitel über die junge Jüdin Eva Heilmann und auch Carol von Carpathien besonders gerne), allerdings habe ich von jeder Person sehr gerne gelesen und mich nie geärgert, wenn der Fokus zu einer anderen umschwenkte. Die Personen selber fand ich durchweg interessant und waren im Verlauf der Handlung immer wieder für die ein oder andere Überraschung gut.

Am Ende des Buchs finden sich sowohl Grafiken mit der Wageneinteilung und Kurzinfos zu den Reisenden wie auch eine Erklärung der realen Gegebenheiten – zum Glück. Kurzzeitlich zweifelte ich doch ziemlich an mir, da ich noch nie von einem Königreich Carpathien gehört hatte. Kein Wunder, schließlich gab es das nie 😉 So ist also nicht alles realitätsgetreu, viele der Charaktere sind jedoch an reale Personen angelehnt.

Die Beschreibungen des Orient Express´- wie auch der Städte und Landschaften – sind wunderschön und lassen den Leser tief in die Atmosphäre eintauchen. Die Handlung an sich ist durchweg spannend, besonders gegen Ende hin überschlagen sich die Ereignisse. Ganz besonders fand ich die aufgeladene Stimmung, die dem Leser eindrucksvoll vermittelt wird. Mir kam es so vor, als sei ich mittendrin im Orient Express 🙂

Meine Bewertung2starstarstarstarstar

 

blumenranken für mitte

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5 Gedanken zu “Rezension: Welt in Flammen von Benjamin Monferat

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