Rezension: Manduchai – Die letzte Kriegerkönigin von Tanja Kinkel

Rezension

 

manduchaiManduchai – Die letzte Kriegerkönigin ist auch wieder ein Buch aus meinem tollen Gewinnpaket von Lovelybooks – ich glaube, man merkt allmählich, dass das Paket ganz meinem Geschmack entspricht 🙂 Lustigerweise hatte ich bereits vor dem Erhalt des Pakets im Gefühl, dass Manduchai – Die letzte Kriegerkönigin darin enthalten sein könnte. Pure Intuition, die sich aber – warum auch immer – als richtig erwiesen hat.

Bisher habe ich fast noch keine Rezensionen o.ä. zu diesem Buch auf anderen Blogs gefunden, was ich wirklich schade finde!

Grob nacherzählt handelt das Buch sowohl von der schon im Titel genannten mongolischen Kriegerkönigin Manduchai als auch ihrer chinesischen Gegenspielerin Wan. Beides sind historische Personen, die gegen Ende des 15. Jahrhunderts die Geschicke der beiden Länder führten bzw. ihren Männer dabei beiseite standen.  Das Buch beginnt mit der Geburt Manduchais und begleitet dann ihren Lebensweg über ihre erste Heirat mit einem Khan bis hin zu der Zeit, in der sie selbst als Königin regiert. Der Fokus liegt dabei eher auf Manduchai, trotzdem erfährt der Leser parallel auch immer wieder, wie es Wan ergeht. Sie kommt als Kindermädchen an den kaiserlichen Hof und arbeitet sich dort hoch bis sie schließlich zur wichtigsten Vertrauensperson und Ehefrau des Kaisers wird. Das Buch gipfelt in einem direkten Zusammentreffen von Manduchai und Wan, bei dem sie über die Zukunft ihrer beiden Völker sprechen.

Der Einstieg lässt sich sehr gut lesen, einzig mit den fremden Namen hatte ich am Anfang einige Schwierigkeiten, da diese doch sehr ungewöhnlich sind (es gibt aber auch ein Personenverzeichnis). Teilweise kniffelig fand ich die häufig doch sehr blumige Sprache, insbesondere in Dialogen. Ich vermute, dass die Autorin hier den Sprachstil des damaligen Mongolischen/Chinesischen nachempfinden wollte. Das trägt zwar viel zur Atmosphäre bei, trotzdem musste ich gewisse Abschnitte doch mehrmals lesen bis ich mir sicher war, um was oder wen es denn eigentlich ging.  Mir gefiel das Buch immer besser je weiter die Handlung voranschreitet, vielleicht auch, da man ein wenig Zeit brauchte, um sich ganz in die Zeit hereinzufinden.

Sehr gut gefallen hat mir, dass das Buch keineswegs in Kitsch abdriftet und der Schwerpunkt sicherlich nicht auf dem Liebesleben der beiden Frauen liegt. Vielmehr stehen das Streben nach Macht, Kriegsstrategien, Sippenstreitigkeiten und auch wie andere Personen am besten zu überlisten sind im Vordergrund. Toll fand ich, dass die Autorin Tanja Kinkel, die zur Recherche selbst in die Mongolei fuhr und vor Ort recherchierte (hier ist ein Link zu einem interessanten Interview mit der Autorin), sehr viel von Überlieferungen, auch was Legenden und Sprichwörter anbetrifft, miteinfließen ließ. Ich hatte das Gefühl, dass ich wirklich einen Einblick in den damaligen Alltag und Gebräuche erhalten habe. Bisher wusste ich über die damalige Zeit so gut wie gar nichts und habe jetzt doch Lust bekommen, mir vielleicht mal die ein oder andere Dokumentation anzuschauen, um mich noch ein wenig fortzubilden 🙂

Mir hat dieses eindrucksvolle Buch über die beiden ungewöhnlichen Frauen Manduchai und Wan, die doch mehr verbindet als man zunächst denkt, sehr gefallen!

 

Meine Bewertung2starstarstarstar

 

blumenranken für mitte

 

Advertisements

2 Gedanken zu “Rezension: Manduchai – Die letzte Kriegerkönigin von Tanja Kinkel

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s