Rezension: Die Akademiemorde von Martin Olczak

Rezension
 
Hier war es in den letzten Tagen nun doch recht ruhig. Ich hatte mit ziemlichen Kopfschmerzen zu kämpfen, die ich mir weder wirklich erklären, noch dagegen ankämpfen konnte. Nun scheint es allmählich besser zu werden, sodass ich mich endlich an die Rezension zu Die Akademiemorde von Martin Olczak setzen konnte.
 
blumenranken für mitte
 

Die Akademiemorde - Martin Olczak - btb

Die Akademiemorde – Martin Olczak – btb

Die schwedische Akademie vergibt alljährlich den berühmten Nobelpreis für Literatur. Mitglied zu werden ist den wenigstens vergönnt, nur, wenn ein Mitglied stirbt, wird ein neues Mitglied für diesen Platz nachnominiert. Normal ist die Akademie ein ehrwürdiger Ort, nun wird sie kurz nach der Vergabe des diesjährigen Preis von einer Mordserie erschüttert. Nacheinander wird gleich eine ganze Reihe von Mitgliedern ermordet. Doch nach welchem Muster geht der Täter vor und, noch viel wichtiger, was ist sein Motiv?
 
In Die Akademiemorde ermitteln Claudia, eine herkömmliche Ermittlerin der Polizei, und Leo, ein Antiquar, gemeinsam. Das Duo hat schon eine recht weit zurückreichende gemeinsame Geschichte und ist aufgrund dessen wie auch ihrer unterschiedlichen Spezialgebiete sehr gegensätzlich. Jeder Buchliebhaber wird sich wohl freuen, dass sich endlich auch mal ein Antiquar ermittlerisch betätigen kann. Die Zusammenstellung des Duos hat mir richtig gut gefallen, auch, da mir beide recht sympathisch waren und ich mich auf ein Wiedertreffen durchaus freuen würde.

 
Auch die Ermittlungsarbeit gefiel mir, auch wenn mir doch häufig schien, dass der glückliche Zufall eine recht große Rolle spielte. Insgesamt flogen die Seiten nur so dahin, ich kam super in die Geschichte rein und war gespannt, ob und wie der Täter wohl endlich gefasst wird. Zwischendrin werden dem Leser immer wieder kurze Sequenzen aus der Sicht des Mörders präsentiert, die zum Rätseln anregen, aber auch nicht zu viel preisgeben. Ich mochte diese Sequenzen ziemlich gerne, auch wenn ich mir darauf sehr lange keinen rechten Reim machen konnte.
 
Leider, leider war ich mit der Auflösung des Ganzen überhaupt nicht zufrieden. Das möchte ich auch gerne näher ausführen, allerdings würde ich damit jeden Leser, der das Buch noch nicht gelesen hat, spoilern. Daher findet ihr nun meine Ausführungen dazu nachfolgend (bitte markieren, um den Text zu lesen):
 
 
Ich kann das Motiv einfach nicht nachvollziehen. Der Mörder „erbte“ sozusagen den Auftrag, die verschiedenen Mitglieder der Akademie zu ermorden. Grund dafür ist, dass vor vielen, vielen Jahren einem Autor nicht der Literaturpreis verliehen wurde. Aus Ärger darüber ließ er vom Balkon ein kleines Zettelchen, mit der Aufforderung ihn zu rächen, fallen. Dieses fiel zwei Männern aus der Umgebung in die Hände und da sie den Autor verehrten, verwahrten sie das Zettelchen auf. Einer ihrer Enkel schließlich nahm sich dieser Sache an und rächte ihn. Natürlich lebten die damaligen Akademiemitglieder gar nicht mehr, stattdessen brachte er dann die Nachfolger, die auf den gleichen Stühlen saßen (diese sind immer nummeriert) um. Mich hat diese Auflösung fast schon ein wenig verärgert, da ich mir nicht vorstellen kann, dass tatsächlich aus diesem Grund jemand gleich vielfachen Mord begeht.
 
Daher fällt meine Bewertung nicht wirklich gut aus. Mich hat der Krimi unterhalten, er ist flott geschrieben, das Ermittlungsduo gefiel mir und insgesamt liest sich das Buch einfach gut. Leider hat mir das Ende das Buch ein wenig verleidet, da es mich mit einem unzufriedenen Gefühl zurückließ. Aus meiner Sicht hätte ein etwas logischeres Motiv der ansich spannenden Grundidee besser getan.

 

Meine Bewertung23 Sterne
 
 
 

** Das Buch wurde mir vom Bloggerportal vom Random House Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt – herzlichen Dank! **

 

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10 Gedanken zu “Rezension: Die Akademiemorde von Martin Olczak

  1. Hallöchen 🙂
    ach man das ist aber schade, dass das Buch nicht so ist. :/ Ich meine, ich bin sowieso nicht so sehr für Krimis zu haben, aber ich freue mich natürlich immer über gute Tipps, die ich dann auch weitergeben kann! 🙂 Mal sehen was die anderen so zu dem Buch sagen werden. Da ich weiß, dass ich das Buch nicht lesen werde, aber ich mir deinen Spoiler mal durchgelesen und kann dich verstehen.

    Liebst, Lotta

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    • Hey,
      ja, ich finde es auch recht schade. Aber wer weiß, vielleicht finden andere die Auflösung auch total interessant 😉 Liest du gar keine Krimis? Ich brauche irgendwie immer diese Abwechselung und zwischendurch darf es dann sehr gerne mal ein Krimi sein.

      Liebe Grüße
      Anna

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  2. Huhu 🙂
    Hoffe deinem Kopf geht es wieder etwas besser. Solche Kopfschmerzen können echt mega übel sein. Eine Freundin von mir (die übrigens auch Anna heißt 😉 ) hatte das letzte Woche auch so stark, dass sie nicht mal mehr gucken konnte. Echt heftig.

    Echt schade, dass das Ende dir das Buch so verleidet hat. Aber ich kenne das. Da kann ein Buch noch so toll sein, wenn das Ende nicht stimmt, gibt es auch von mir Sterneabzug und das manchmal nicht zu knapp.

    Liebe Grüße
    Miriam

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    • Hi,
      hui, das klingt bei deiner Freundin ja schon stark nach Migräne, oder? So übel wurde es bei mir zum Glück nicht und jetzt ist es auch fast weg. Ich hoffe mal, das bleibt so…
      Ja, das Ende macht ein Buch, und insbesondere einen Krimi/Thriller, doch erst richtig rund und wenn das nicht passt, dann habe ich einfach ein unzufriedenes Gefühl :-/

      Liebe Grüße
      Anna

      Gefällt 1 Person

      • Ja, irgendwie schon, aber sie hatte noch nie vorher Migräne.
        Schon irre, was der Körper so alles anstellen kann.
        Ein Glück, dass es bei dir schon fast wieder weg ist. 🙂

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  3. Gute Idee, den Spoiler so auszuklammern, da kommt man nicht in Versuchung, doch ein, zwei Worte aufzuschnappen! 😉 Da ich das Buch gern noch lesen will, hab ich den Part auch geflissentlich ignoriert und fand zumindest den Rest doch recht positiv. Ich bin gespannt, wie mir das Buch gefallen wird, insbesondere das Ende! 😉

    Liebe Grüße!!

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  4. Ich finde die Auflösung, das Motiv für das Verbrechen ist eine der wichtigsten Komponenten eines Krimis. Wenn nicht sogar die wichtigste überhaupt. Da kann das Buch ansonsten super spannend und die Ermittler wahnsinnig interessant sein – wenn die Auflösung schwach ist, dann verdirbt es mir das ganze Lesevergnügen (ich denke mir immer, für Autoren, die toll erzählen können, aber keine zündenden Ideen dafür haben, was nachvollziehbar erklärt, was im Kopf des Täters vorgeht, gibt es andere Genres, mit denen sie wohl glücklicher wären).
    Ich habe Deinen verborgenen Text gelesen (danke dafür, das ist eine tolle Idee, Spoiler so zu verstecken) und denke, ich würde genau wie Du reagieren und wäre enttäuscht von dem Buch.
    LG und einen Kopf-schmerz-freien Sonntag
    Gabi

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  5. […] das dritte Buch vom Bloggerportal (jetzt ist es mir fast peinlich, das hier so zu schreiben :-/): Die Akademiemorde von Martin Olczak. Diesmal ein Krimi, der mir zu Beginn wirklich gut gefiel, da er flott geschrieben war und besonders […]

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