Verlagsvorschau Herbst 2015: C.H. Beck

vorschau

Der Fairness halber muss ich jetzt erstmal der Nadine von misshappyreading danken, dass sie mich mit ihrem Post daran erinnert hat, dass ich mich auch mal bei C.H. Beck nach Neuerscheinungen im Herbst 2015 umschaue – danke! Bei den verschiedenen Verlägen entfällt mir doch (shame on me) immer wieder der ein oder andere Verlagsname… Dabei lohnt sich ein Blick in die Verlagsvorschau von C.H. Beck definitiv!

blumenranken für mitte

euphoriaEuphoria von Lily King hat mich zuerst mit seinem farbenfrohen Cover auf sich aufmerksam gemacht und dann habe ich gesehen, dass es tatsächlich von der berühmte Ethnologin Margaret Mead handelt! Da geht doch mein Herz auf 🙂

Von realen Ereignissen im Leben der berühmten Ethnologin Margaret Mead inspiriert, erzählt Lily King in diesem grandiosen, spannenden und sinnlichen Roman ebenso anschaulich wie klug von Besitz und Begierde, Entdeckung und Macht, Liebe und Herrschaft.
Neuguinea, Anfang der 1930er Jahre. Drei junge Ethnologen – die schon berühmte und faszinierende Amerikanerin Nell Stone, ihr Mann Fen und der Brite Andrew Bankson – stoßen nach Jahren einsamer Feldforschung aufeinander und entwickeln eine leidenschaftliche Dreiecksbeziehung. Erschöpft von den Versuchen, etwas Verwertbares über die Stämme am Sepikfluss herauszufinden, gelangen die drei Forscher zu den Tam, einem weiblich dominierten Stamm mit ungewohnten Ritualen. Während sie immer tiefer in das Leben der Tam eindringen, werden auch ihre unterschiedlichen Wünsche und Interessen immer deutlicher, die erotische Anziehung zwischen Nell Stone und Andrew Bankson immer intensiver. Schließlich schreitet Fen zu einer dramatischen Aktion mit tragischem Ausgang für alle.

©C.H. Beck

blumenranken für mitte

Sungs ladenAuch mit Vietnam verbindet mich einiges, da ich dort bereits für ein paar Monate gelebt habe. Umso interessanter finde ich das Buch Sungs Laden von Karin Kalisa, in dem es um vietnamesisch-deutsches Leben in Berlin geht. Ich selbst war vor Kurzem noch in Berlin und fand das vietnamesische Shoppingcentrum dort total kurios – einfach alles auf Vietnamesisch dort! 😀

Am Anfang ist es nur eine alte vietnamesische Holzpuppe, die in der Aula einer Grundschule Kinder und Lehrer bezaubert. Noch ahnt keiner, dass binnen eines Jahres der Prenzlauer Berg auf den Kopf gestellt werden wird: Das Szene-Viertel entdeckt seinen asiatischen Anteil und belebt seine anarchisch-kreative Seele neu. Brücken aus Bambus spannen sich zwischen den Häusern, Parkraumwächter tragen Kegelhüte, auf Brachflächen grünt exotisches Gemüse, und ein Zahnarzt macht Sonntagsdienst für Patienten aus Fernost. Nachdem auf dem Dach des Bezirksamts kurzzeitig auch noch die Ho-Chi-Minh-Flagge wehte, münden die Aktionen in ein Fest, wie der Kiez noch keines erlebt hat: großes vietnamesisches Wassermarionettentheater in einem Ententeich! Vom Gemischtwarenladen des studierten Archäologen Sung nimmt all dies seinen Ausgang. Hier treffen die Schicksale ehemaliger vietnamesischer Vertragsarbeiter mit den Lebensgeschichten früherer DDR-Bürger zusammen, von hier aus wird der Kiez nicht nur mit Obst und Gemüse, sondern auch mit dem guten Geist der Improvisation versorgt. Und siehe da: Gute Laune ist auch in Berlin möglich! Eine Utopie, natürlich. Aber eine hochgradig ansteckende.

blumenranken für mitteder kalligraph von isfahan

Und es geht international weiter: Ist das Cover von Der Kalligraph von Isfahan von Amir Hassan Cheheltan nicht wunderschön? Aber nicht (nur) deshalb bin ich auf das Buch aufmerksam geworden. Es klingt wie eine Geschichte, durch die man in eine völlig andere Welt abtauchen kann – manchmal brauch ich das!

In seinem Roman „Der Kalligraph von Isfahan“ erzählt Amir Hassan Cheheltan von Isfahan im Jahre 1722, von Überleben, verbotener Liebe und Flucht, von Krieg und Hunger und vom Zusammenprall verschiedener religiöser Kulturen, vom ewigen Kampf fundamentalistischer Asketen gegen Wein, Musik und Tanz, Poesie und deren Wahrheit.
Ein Manuskriptfund führt den Erzähler der Rahmenhandlung zurück in die Vergangenheit: Es sind die letzten Monate der Herrschaft der persischen Safawiden, die ihre Hauptstadt Isfahan zur prächtigsten Stadt der Welt ausgebaut haben und Handelsbeziehungen in die ganze Welt unterhalten. Aber vor den Toren der Stadt stehen afghanische Stammeskrieger und drohen sie zu erobern. Und es ist die Geschichte von Allahyâr, dem Enkel des berühmten Kalligraphen von Isfahan, eines alten Sufis und Wundertäters, der das einzige Exemplar von Rumis mystischem Hauptwerk besitzt. Für die strengen Mullahs, die bald allein herrschen werden, ebenso ketzerisch wie ein kleiner Teppich, in den das Bild einer nackten Europäerin eingeknüpft ist, der Französin Marie Petit. Sie ist Allahyârs Mutter…

©C.H. Beck

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Für alle, die jetzt selbst mal schauen möchten, was es bei C.H. Beck für neue Bücher im Herbst gibt: hier ist der Link!

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2 Gedanken zu “Verlagsvorschau Herbst 2015: C.H. Beck

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