Rezension: Der Rabenkönig von Elly Griffiths

Rezension neu

der rabenkönigDer Rabenkönig von Elly Griffiths habe ich recht spontan mitgenommen. Ich hatte Lust auf einen Krimi, das düster gehaltene Cover mit einer alten Kirche versprach eine spannende Atmosphäre und als ich im Infotext las, dass es um eine forensische Archäologin geht war mein Interesse geweckt. Erst später habe ich gemerkt, dass das Buch bereits der 5. Band einer Reihe um die Protagonistin ist. Zwischendurch kommen zwar mal Verweise auf vorherige Fälle vor, das stört beim Lesen aber nicht.

Dr. Ruth Galloway erhält die Nachricht, dass ihr ehemaliger Studienkollege Dan, den sie nun seit bald 20 Jahren nicht mehr gesehen hat, verstorben ist. Fast zeitgleich erreicht sie auch ein Brief von ihm, in der er ihr von einer unglaublichen archäologischen Entdeckung schildert: er will das Grab von König Artus – dem Rabenkönig – gefunden haben. In dem Brief wird aber auch deutlich, dass sich Dan vor jemandem fürchtet. Dans ehemaliger Institutleiter bittet Ruth nach Lancashire zu kommen, um die gefundenen Knochen einer Analyse zu unterziehen: hat Dan wirklich die Überreste den sagenumwobenen König Artus gefunden? Und kann ihm das tatsächlich zum Verhängnis geworden sein?

Der Krimi fängt spannend an und recht geschickt werden die verschiedenen Personen eingeführt. Die Beziehungen, die sie untereinander haben, sind nicht so ganz einfach: Ruth hat eine kleine Tochter, der Vater lebt allerdings mit seiner Frau zusammen. Ruth hat zwar einen Freund, fährt aber lieber mit dem Patenonkel der Tochter zusammen nach Lancashire. Der wiederum hat vermutlich selbst einen vor kurzem geborenen Sohn. Bisschen verzwickt diese Verhältnisse…manchmal kam ich da ein wenig durcheinander. Recht schnell wird klar, dass irgendetwas an dem Institut und den Grabungen an dem mutmaßlichen Grab von König Artus nicht mit rechten Dingen zugeht. Nicht nur Ruth fängt an, ihre eigenen Ermittlungen zu führen, auch der Vater ihrer Tochter, ein Polizist der ursprünglich aus der Gegend kommt, ist vor Ort. Das Setting ist recht interessant, ich steh auf ein bisschen Mystery bei Krimis – eine Rolle spielt nämlich auch eine Gruppe von Druiden, die rechtsradikale Tendenzen vorweisen.

In der Mitte hatte ich das Gefühl, dass die Spannung ein wenig abflaut, da man nicht so ganz weiß, wo das Ganze nun hinführen soll. Natürlich werden verschiedene Fährten für den Leser gelegt, die Hinweise darauf geben, wer hinter dem Mord stecken könnte, aber wirklich durchgeblickt habe ich nicht. Gelesen hat sich das Buch aber weiterhin flüssig, auch wenn ich an ein paar Stellen die Übersetzung ein wenig bemängeln muss: manche gewählten Übersetzungen kamen mir ein wenig sperrig und wenig passend vor (wie z.B. das Wort „Mischpoke“, das mir recht deplatziert vorkam).
Zum Ende hin wird es dann nochmal ziemlich spannend. Wie es bei Krimis meist ist, überschlagen sich die Ereignisse plötzlich bis endlich der Verantwortliche für die Tat gefunden ist. Und auch König Artus kommt endlich zur Ruhe 🙂

Mir hat der Krimi recht gut gefallen. Es war jetzt kein Feuerwerk an kriminalautorischer Meisterleistung, aber er hat sich gut und flüssig gelesen, der Fall war interessant und durch König Artus und die Druiden hatte es noch ein besonderes „Extra“. Zwischendurch ging es für mich nicht so recht voran, daher schwanke ich bei der Bewertung zwischen 3 und 4 Punkten. Viel falsch machen kann man mit Der Rabenkönig aber nicht.

3 meine Bewertung

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