Rezension: Eine Therapie für Aristoteles von Melanie Sumner

Rezension neu

eine therapie für aristotelesIch kann es gleich vorweg sagen: Eine Therapie für Aristoteles von Melanie Sumner hat mir leider nicht gefallen. In letzter Zeit gab es sehr viele Bücher, die mir gut oder sogar sehr gut gefallen haben und eigentlich schreibe ich auch viel lieber über Bücher, die richtig toll waren, um möglichst viele Menschen dazu zu animieren, dieses Buch auch zu lesen. Aber es ist schließlich völlig normal, dass man auch mal ein Buch erwischt, das einem nicht so zusagt und die Kritik daran möchte ich auch loswerden. Normalerweise kann ich vorab recht gut einschätzen, ob mir ein Buch zusagt, da ich meinen Geschmack doch recht gut kenne, aber hier habe ich mich leider getäuscht.

 

Der Infotext klang interessant, das Cover gefiel mir – ich steh sowieso immer auf Blau, nicht nur bei Büchern, aber da halt auch – und ich hatte Lust auf eine witzige Jugendbuchgeschichte. Die Protagonistin, Aristoteles, ist 12 Jahre alt, ziemlich altklug und möchte einen Roman schreiben. Mithilfe eines Schreiblehrbuchs (das Wort klingt völlig seltsam, ich kann es leider nicht anders ausdrücken) macht sie sich daran, einen Roman über ihr Leben und ihre Familie zu schreiben. Der Anfang ist auch ganz süß und so wie ich es erwartet habe. Die Familienverhältnisse sind ein bisschen chaotisch (Vater verstorben, Mutter ein wenig überfordert, der Bruder nervig und Aristoteles versucht einfach zurechtzukommen), aber doch liebenswert. Nach und nach steigt man in die Geschichte ein und soweit ist alles gut.

Vorab hatte ich bei Goodreads schon mal nach Bewertungen geschaut und da dort einem angezeigt wird, wenn ein Freund dieses Buch bereits gelesen und bewertet hat, sah ich, dass die liebe Jess von Primeballerina das Buch mit nur 2 Sternen bewertet hatte. Ich muss sagen, dass mich das anfangs etwas verwunderte, aber mich natürlich nicht abhielt, das Buch trotzdem zu lesen. Nach und nach verstand ich diese Bewertung… die Handlung nahm einfach keine Fahrt auf. Es ging gemächlich weiter, Aristoteles macht dies und jenes, sie versucht die – etwas seltsamen – Schreibtipps aus dem Buch zu befolgen, aber im Grund genommen passierte einfach nichts. Mir kam es so vor als würde sich alles nur im Kreis drehen. Der Bruder nervte weiterhin, ein Typ aus der Schule steht auf sie, ihr Freund dagegen antwortete ihr nicht und die Mutter datete irgendwen. Es gab gar keine Weiterentwicklung des Ganzen. Alles blieb halt so wie es auch anfangs war…natürlich passierten mal kleinere Dinge und ca. bei 2/3 des Buches möchte Aristoteles auch ausreißen, aber auch das war irgendwie seltsam. Die Gefahr dieser Situation kam für mich nicht wirklich rüber, vielleicht lag es daran, dass ich die ganze Zeit nicht das Gefühl bekam, richtig in der Geschichte angekommen zu sein.

Da ich irgendwann bemerkte, dass wohl nicht mehr allzu viel passieren würde, nahm meine Motivation weiterzulesen rapide ab. Die letzten 50 Seiten habe ich dann – das muss ich gestehen – nur noch überflogen. Ich glaube ehrlich gesagt auch nicht, dass ich da noch allzu viel verpasst habe. Ich finde es selbst ziemlich schade, da ich zu Beginn Aristotels zwar als ziemlich altklug, dazu aber quirlig und unterhaltsam empfand, irgendwann wechselte das dann aber zu „immer das Gleiche und irgendwie nervig“.

2 meine Bewertung

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3 Gedanken zu “Rezension: Eine Therapie für Aristoteles von Melanie Sumner

  1. Hallihallo 🙂
    Ich lese das Buch gerade und da es mir leider auch nicht so gefällt habe ich gedacht, schau ich mal ob ich die Einzige bin, der es so geht oder ob es da noch mehrerer gibt. Im Moment denke ich tatsächlich so wie du, ich habe jetzt noch ca. 80 Seiten vor mir, aber Lust hab ich nicht mehr wirklich. Ich werde sie wohl auch nur noch überfliegen. Schade eigentlich. Ich hatte wohlmöglich zu hohe Erwartungen an das Buch.

    Liebe Grüße,
    Tani

    Gefällt 1 Person

    • Hey,
      da scheint es dir ja wirklich genau wie mir zu gehen… sehr schade, aber was bringt es, wenn man sich dann doch nur noch durch ein Buch durchquält :/ Du bist auf jeden Fall nicht allein mit deiner Ansicht zu dem Buch!

      Liebe Grüße
      Anna

      Gefällt mir

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