Rezension: So bin ich nicht von Anneliese Mackintosh

Rezension neu

Kurz nach dem Lesen eines Buchs oder schon währenddessen schreibe ich mir oft ein paar Gedankenfetzen auf, insbesondere wenn ich vorhabe, ein wenig über meinen Eindruck des Buchs zu schreiben. So auch bei So bin ich nicht: Gretas Storys von Anneliese Mackintosh.

Tja, und nun suchte ich eben nach diesen bereits geschriebenen ersten Eindrücken und sie sind unauffindbar. Ich kann es mir wirklich nicht erklären, aber sie scheinen einfach weg. Das ärgert mich ziemlich, da gerade diese „frischen“ Gedanken viel wert sind und ich diese oft auch brauche, um wieder das richtige Gefühl für das Schreiben eines Rezi-Posts zu bekommen. Nun gut, dann muss es diesmal eben ohne klappen.

 

so bin ich nichtIch muss ehrlich zugeben, dass ich vor dem Lesen von So bin ich nicht eine etwas lockerere Geschichte erwartet hatte. Den Klappentext kannte ich (natürlich) und aus irgendeinem Grund dachte ich, dass die Story etwas zahmer sei. Vielleicht assoziierte ich auch nur den Namen „Greta“ mit einer eher braveren Geschichte. So war ich im ersten Moment doch ein wenig überrumpelt als ich merkte, dass dieses Buch alles andere, aber sicherlich nicht brav ist. Greta hat in ihrem (jungen!) Leben schon eine Menge hinter sich. Verkorkstes Liebesleben und jede Menge Erfahrung mit  Drogen,  eine Kindheit, die recht behütet begann und alles andere als das endete: der Vater totkrank, die Schwester in der Psychiatrie… da wirkt Greta fast noch wie die gesündeste Person der ganzen Familie.

Aber auch um ihre Jobsituation geht es, aber eigentlich steht die Frage, was uns überhaupt glücklich macht im Leben, im Mittelpunkt. Daher lädt das Buch auch mehr zum Nachdenken ein als ich es erwartet hätte. Oftmals hab ich doch gedacht, wie unglaublich gut es mir geht im Gegensatz zu Greta und das nach den sämtlichen Dingen, die ihr zugestoßen sind in der Jugendzeit oder sie selbst verschuldet hat, es fast wie ein Wunder anmutet, dass sie noch „relativ“ normal lebt. Viel mehr möchte ich gar nicht verraten, dieses Buch muss man wirklich selbst lesen!

Für mich hat sich das Lesen des Buchs wirklich gelohnt. Ich fühlte mich teilweise wie in einer Achterbahn, da die Story andauernd hoch und runter ging und gerne auch mal mit Zeitsprüngen aufwartete– die ich aber mehr interessant als störend wie sonst häufiger empfand. Dazu muss ich aber auch sagen, dass die Geschichte oft, trotz aller Abgründe in Gretas Leben, richtig witzig ist!

Richtig interessant fand ich, dass die Autorin noch vor dem eigentlichen Beginn schreibt:

  1. 68% sind wirklich passiert.
  2. 32 % sind es nicht.
  3. Ich werde es nie verraten.

Das machte mich schon von Beginn an unglaublich neugierig und ich würde immer noch zu gerne bei manchen Dingen nachfragen. Aber das Buch lebt davon und meiner Meinung nach merkt man, dass vieles auf reale Umstände zurückgeht. Ich könnte mir unmöglich vorstellen, dass dies alles jemand alleine erfunden haben kann.

So bin ich nicht ist ein sehr turbulentes Buch über eine ungewöhnliche Protagonistin und ihr chaotisches Leben, das aber auch ganz schön zum Nachdenken anregt!

4 meine Bewertung

**Vielen Dank an den Aufbau-Verlag für dieses Rezi-Exemplar**

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3 Gedanken zu “Rezension: So bin ich nicht von Anneliese Mackintosh

    • Hey,
      ja, da sollte das Buch auf jeden Fall bleiben 🙂
      Diese Notizen sind einfach so wichtig für mich, weil ich diese ersten Eindrücke sonst leider sehr schnell im Trubel wieder vergesse… :/

      Liebe Grüße!
      Anna

      Gefällt 1 Person

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