Rezension: Glück à la carte von Antonella Boralevi

Glück à la carte von Antonella Boralevi

 

Das Buch habe ich schon vor einiger Zeit gelesen, aber erst jetzt komme ich erst richtig dazu, endlich darüber zu schreiben.

Von außen wirkt das Buch recht süß und ich habe zuerst von der Außenwirkung auch auf den Inhalt her geschlossen. Ich muss aber sagen, dass die Geschichte doch etwas ernster bzw. tiefgehender ist als nur eine zuckersüße „was wäre wenn“-Geschichte. Das fand ich sehr positiv!

glück a la carteAm Abend vor ihrem 47. Geburtstag reist Mirella nach Paris und betritt ein geheimnisvolles Restaurant. Dort erhält jeder Gast eine magische Speisekarte, die nur für ihn bestimmt ist: Anstelle von Gerichten sind dort die Schlüsselmomente des eigenen Lebens aufgelistet. Mirella durchlebt diese ganz besonderen, oft aber auch schmerzhaften Situationen erneut. Und am Ende – so lautet die Regel – darf sie an einer Stelle ihrem Leben eine neue Wendung geben. Doch welche der vielen nicht gelebten Möglichkeiten soll Mirella ergreifen? Oder soll sie einfach neugierig und gelassen abwarten, was die Zukunft für sie bereithält?

Der Leser begleitet die Protagonistin Mirella in das mysteriöse Restaurant, in der ihr die unglaubliche Chance gegeben werden soll, eine bestimmte Entscheidung in ihrem Leben zu widerrufen. Auf der Speisekarte werden einzelne Situationen aus ihrem Leben aufgelistet und auch die dazugehörigen Personen treten in Erscheinung. Es wird deutlich, dass es Mirella nicht gerade einfach hatte in ihrem Leben: die Kindheit schwierig, erst scheint sie zu ihrer Großmutter abgeschoben geworden sein, später sterben ihre Eltern und auch danach wird es zunächst nicht einfacher. Immer wieder gibt es Rückblicke zu bestimmten Schlüsselsituationen in ihrem Leben und sie weiß, sie muss sich sehr bald entscheiden, denn die Zeit läuft aus.

 „Man sitzt nicht dämlich herum wie du! Wähl etwas. Nur eine einzige Sache. Später wirst du vielleicht feststellen, dass du das Falsche gewählt hast, aber das lässt sich dann leider nicht mehr ändern. Man wird dir bringen, was du bestellt hast, und du musst es essen.“( S. 98)

Das Buch denkt zum Nachdenken an. Nicht nur darüber, was man selbst gerne ändern würde, wenn man es denn könnte, sondern auch was hat im Leben zu was geführt und ob man wirklich glücklicher wäre, wenn bestimmtes anders gelaufen wäre.

Einen kleinen Kritikpunkt habe ich allerdings auch: Ich verstehe nicht, warum es immer immer Paris sein muss.  Es gibt so viele tolle, wunderschöne Städte in Europa (und natürlich auch überall sonst auf der Welt!). Wie hätte ich mich gefreut, wenn das Ganze z.B. in Prag gespielt hätte… das wäre perfekt gewesen! Aber gut, es war mal wieder Paris.

Mir hat das Buch richtig gut gefallen, da die Story  nicht platt und kitschig war, sondern intelligent mit einem leicht märchenhaften Touch und vielen schönen Bilder plus einer gewissen geheimnisvollen Prise.

 4 meine Bewertung

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